Tüteneis beim Brunnen

Ich wurde schon gefragt, auf was ich zuerst komme: Text oder Musik. Damals fragte ich mich, warum mich ein Wildfremder in der Straßenbahn anspricht. Inzwischen kann ich jedoch sagen: kommt drauf an.
Bei „Tüteneis beim Brunnen“ gab es zuerst nur die ersten zwei Zeilen mit dem Gesicht und dem Festhalten. Die waren so kitschig, dass ich das mit dem Test und der Sonne schrieb. Dann war es mir zu kitschig und es blieb ein paar Wochen liegen.

Dann hab ich beschlossen, diesen seltsamen Kitsch noch seltsamer zu machen. Und dann kam die Musik, und der bisherige Text und die Aufnahme.

Diese Idee ist also genauso komisch entstanden wie sie klingt.

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Wish I was high

Es gibt ja eigentlich schon viel zu viele Liebeslieder. Zumindest genug, damit die typischen Klischees und Wendungen jedem bekannt sind („Ich liebe dich nicht… ha, doch!!“). Und als Untergruppe gibt es auch schon zahlreiche Trennungslieder, manchmal verbittert, aber öfter mit einem abgeklärten Lächeln unter den Tränenspuren (Empfehlung: „Good Life“, wer es noch nicht kennt!).

Gemeinsam haben solche Trennungslieder, dass man auf eine vergangene Beziehung zurückblickt, und durch den zeitlichen Abstand Gelegenheit hatte, das Besondere in der Beziehung, die man hatte, neu zu schätzen. Aber manchmal will man nicht eine Beziehung nicht neu schätzen lernen. Und manchmal war sie nicht einmal besonders.

Nicht alle Geschichten die man erlebt bestehen aus Superlativen, erst recht nicht wenn verschiedene Substanzen involviert sind. Dann besteht der Höhepunkt darin, dass man gerade im schmerzhaftesten Moment der Trennung nichts zum Rauchen zur Hand hat. Und auch wenn eine ehrliche Aussprache nüchtern geschehen sollte, ist der erste Gedanke angesichts des Ziehens in Bauch und Brust: „Ich wünschte ich wär‘ high.“